"Notfall! Was nun?"

25.04.2026

"Notfall!Was nun?" war das Thema des Besuchs der Senioren-Union-Bonn in der Feuerwache I. 

Am 20.04.26 besuchte eine Gruppe der Senioren-Union-Bonn die Feuerwache 1, genauer: die Leitstelle, das Führungs- und Lagezentrum  des Rettungsdienstes der Bundesstadt Bonn, das Amt 37. Der Pressesprecher der Feuerwehr, Herr Bormann, empfing die Gruppe und erläuterte die Funktionen der Gebäude z. B. den hohen Schlauchturm und die Bereitstellungshallen der Einsatzfahrzeuge vom Rettungswagen bis hin zum großen Leiterwagen. Genauer wurde ein Rettungswagen mit der großen Aufschrift 112 besichtigt und die vielfältige Innenausstattung inspiziert. Solche Fahrzeuge einschl. Besatzung stehen 24 Stunden auf 4 Rettungsdienststellen plus einer auf dem Gelände der Universitäts-Kliniken in Bereitschaft, so dass vom Anruf bis zum Eintreffen vor Ort i.d.Regel nur 8 Minuten vergehen. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr sind 18 freiwillige Feuerwehreinheiten in Bereitschaft. Anschliessend informierte Herr Bormann in der Leitstelle im Hintergrund mit vielen Monitoren und Terminals über die Aufgaben und über die routinierten Abläufe, wenn ein Notruf eingeht. Eindrucksvoll untermauern Einsatzzahlen die Wichtigkeit der Feuerwehr: 

Jährlich werden in der Bonner Leitstelle am Lievelingsweg in der Feuer- und Rettungswache 1 rund 4.000 Brände und technische Hilfeleistungen, 10.000 Notarzteinsätze sowie 33.000 Notfall- und etwa 40.000 Krankentransporte koordiniert. Die Feuer- und Rettungsleitstelle ist für Notfälle jederzeit unter der Nummer 112 und für Krankentransporte unter der Nummer 65 22 11 oder 19222 zu erreichen.

Im Notfall zu Hause herrscht oft die Unsicherheit, ob es ein Notfall ist. Egal in welcher Lebenslage: 112 ist immer richtig; die Leitstelle berät dann geschult die Anruferin oder den Anrufer und entscheidet schnell über die weiteren Maßnahmen.  Bei Gesundheitsproblemen ohne erkennbaren Notfall ist die Rufnumme 115 117 die richtige.  

Dann ging es darum, wie verhält man sich zuhause, wenn ein Notfall eintritt, z.B. wenn ein Kreislauf zusammenbricht oder die Beatmung ausfällt. Herr Bormann demonstriert an einer Übungspuppe, wie man fachgerecht Wiederbelebung mit Herzmassagen durchführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten wichtige Hinweise und Ratschläge zur Bildung der eigenen Selbsthilfefähigkeit, z.b. Bildung von Notvorräten sowie zu Arten der örtlichen Warnungen und zum Verhalten der Bevölkerung im Krisenfall.  Ganz wichtig sei im Notfall wie z.B. Wohnungsbrand ein gepackter Notfallrucksack mit wichtigen Dokumenten. Anschliessend an eine lebhafte Diskussion wurde Herrn Bormann vom Kreisvorsitzenden der SenU, Wolfgang Maiwaldt, sehr gedankt und ein kleines Dank-Präsent überreicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verliessen mit viel neuem Wissen das Gelände der Feuerwehr und blickten nochmals auf den Rettungswagen, der eben mit Blau-Licht aus dem Gelände der Feuerwache 1 fuhr.  (WM)